Donnerstag, 29. März 2012

Keine Angst vor Kiezdeutsch

hier ein SPIEGEL-Gastbeitrag der Potsdamer Sprachprofessorin Heike Wiese. Sie hält ein Plädoyer für Kiezdeutsch als Dialekt wir jeder andere.
Dazu gibt es auch den Link zur sehr interessanten Webseite der Professorin http://www.kiezdeutsch.de/ . Offenbar besteht kein Grund zur Sorge wenn das Kind "Isch geh Bäcker" sagt. Eher kann man sich auf die Schulter klopfen, dass es an einem innovativen neuen Deutsch mitarbeitet - und genau weiß wann Hochdeutsch und wann Kiezdeutsch gefragt sind. Hab isch ein Sorge weniger.

Dienstag, 29. November 2011

Schülerzeitung 2.0

ein kurzer Tip zum Weiterlesen: Die Karl-Weise-Schule hat ein Blog: gewissermaßen als erweiterte Form der Schülerzeitung. Dort schreiben Schüler, Eltern und Lehrer unterstützt von einem Journalisten über Schulalltag und Besonderes. Guckt mal rein: http://www.karlweise.blogspot.com/

Kein Blog, aber dafür eine informative Webseite hat die Karlsgartenschule. Auch die Boddinschule ist im Netz.

Mittwoch, 23. November 2011

"Kiezschule für alle" in der taz- ich in der Flughafenzeitung

Gestern erschienen: eine ganze Seite in der taz über "Kiezschule für alle". Hier zu finden. Ich finde er bildet den Diskussionsprozess, die Fragen und Bedenken sehr gut ab. Inklusive eines Punktes, mit dem Arne zitiert ist und der hier im Blog noch gar nicht angeklungen ist: wie oft wir uns rechtfertigen müssen, dafür dass wir unser Kind hier eingeschult haben. Verwandte, Bekannte und berufliche Kontakte in ganz Deutschland wissen ja schließlich genau, dass man in Neukölln nicht zur Schule gehen kann. Steht ja in der Zeitung. Deshalb gut dass jetzt auch das Gegenteil mal drin steht. Vor allem Corinnas Feststellung zur Sprachentwicklung hat mich beruhigt: "Mein Sohn ist inzwischen fließend bilingual - und kann seinen Sprachgebrauch blitzschnell zwischen Schulhof und Deutsch umschalten."
Dann hoffe ich das mal auch für unseren Filius.

Die Flughafenzeitung hat mich in der Reihe "Bewohner zum Kiezwandel"  interviewt (auf S. 2 unten) - die letzte Ausgabe hatte das Thema Familie/ Kinder/ Bildung. Schon immer komisch, wenn man eine Stunde spricht und dann auf 2000 Zeichen zusammengefasst wird- aber insgesamt steht drin was ich sagen wollte: Wir wollen bleiben - die Schulen müssen aber erkennen, dass sie sich zum Kiez öffnen und auf die Eltern zugehen können, und nicht nur auf diejenigen die sowieso da sind - sondern auf alle.
Was ich vor dieser Ausgabe der Zeitung nicht wusste: es gibt einen Seifenblasenladen in der Isarstraße, da gucken wir demnächst mal vorbei.

Sonntag, 13. November 2011

Uff. Die Anmeldungen sind erstmal geschafft.

Es war lange Zeit etwas ruhig hier bei Einschulen in Neukölln. Der Streß der Schulanmeldungen liegt mittlerweile hinter allen, die dieses Jahr betroffen waren. Fragen wir befreundete Eltern danach - egal ob hier oder im Prenzlauer Berg, fangen sie sofort an zu sprudeln und hören nicht mehr auf, bis man alle Gedankengänge zu allen Eventualitäten aller in Erwägung gezogener Schulen nachvollzogen hat. Für diejenigen, die jetzt bangen, in die "richtige" Schule zu kommen, beginnt eine lange Wartezeit. Bei uns hat es letztes Jahr bis zum 8. April gedauert, bis wir wussten, dass unser Sohn NICHT in die Peter-Petersen-Schule gelost wurde. Das sieht dann so aus (wenn man mal von den Gekrakel absieht das drauf ist- so sieht es natürlich erst aus wenn die kleine Schwester den Brief in die Hände bekommt).  
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Auch danach kann man noch hospitieren, sich neu entscheiden und alles nochmal überdenken. Uns wurde vom Schulamt seinerzeit gesagt, alle Schulen in der Umgebung hätten noch Plätze und wir könnten uns noch umentscheiden. (Haben wir dann nicht getan).

  

Freitag, 28. Oktober 2011

Kiezschulen unter der Lupe

Die Initiative "Kiezschule für alle" ist letzten Montag gestartet. Es waren viele Eltern und Lehrerinnen der Karl-Weise-Schule da. Eine Zusammenfassung des Treffens findet Ihr hier.
Einige Eltern haben auch bereits in der Karl-Weise-Schule und der Karlsgartenschule hospitiert.
Das nächste Treffen gibt es
am 31.10. um 20.30 im Interkulturellen Zentrum Genezareth (Herrfurthplatz).
Bis dahin ist die Initiative zu erreichen unter: kiezschule-fuer-alle@gmx.de.

Freitag, 14. Oktober 2011

Initiative von Schillerkiezeltern: Kiezschule für alle!

Heute beim Einkaufen diesen Aushang entdeckt: KIEZSCHULE FÜR ALLE! Wir sind nicht allein.
Ein Treffen für interessierte Eltern ist anberaumt für
Montag, 17. Oktober um 20.30 Uhr im Kinderladen "Kinkies", Weisestraße 4.
Wir werden hingehen. 

Dienstag, 11. Oktober 2011

Was denken Eltern über die Bildung ihrer Kinder?

Schon letztes Jahr gab es eine Studie, in der festgestellt wurde, dass Eltern mit Migrationshintergrund sehr viel Wert auf Bildung legen und deshalb viel mehr vom deutschen Schulsystem erwarten als dieses im Allgemeinen leistet. Das fand ich damals schon interessant, da eine große Angst unter vielen Eltern in Neukoelln ist, dass das Bildungsniveau niedrig ist weil Eltern mit Migrationshintergrund sich wenig um die Schule kümmern. Dass das mitnichten so ist können wir nicht nur selbst oft in der Klasse unseres Sohnes feststellen sondern ist auch in einer heute erschienenen Studie bestätigt. Das Allensbach Institut fand darin heraus, dass Zuwanderereltern wesentlich engagierter sind in der Bildung ihrer Kinder als der Durchschnitt aller Eltern und in einem viel höheren Maße orientiert sind an einem sozialen Aufstieg durch Bildung. Besonders interessant ist aus meiner Sicht, dass dies von den deutschen Eltern genau anders herum wahrgenommen wird: während die Eltern mit Migrationshintergrund angeben, ihre Kinder stark zu unterstützen und die Schule sehr wichtig zu nehmen, wird ihnen dies vom Durchschnitt aller Eltern sehr viel weniger zugebilligt.